Eva-Maria (80) wartet schon am Fahrstuhl. Die agile alte Dame bittet in ihre helle, gemütliche Ein-Zimmer-Wohnung im 7. Stock der Offenburger Straße. Sie freut sich über Besuch, erzählt gern aus ihrem Leben und wie sie nach Leipzig gekommen ist. „Na, wegen meines Kindes, wir fanden Leipzig so schön! Ich habe lange in Wangerooge gelebt, eine Insel im niedersächsischen Wattenmeer. Mein Mann hat da als Lehrer gearbeitet.“ Nach Stationen in Bayern („Das war mir nix!“) und Oldenburg ist Leipzig seit 2017 das Zuhause der gelernten Friseurin. „Ich fühle mich hier sehr wohl, ich hab doch alles, was ich brauche“, sagt sie.

Ärzte, Apotheke, Geschäfte – alles ist ganz nah und zu Fuß erreichbar. Auf das Alleecenter schaut sie von ihrer Loggia aus, wo sich unter anderem eine selbstgezogene Avocado wohlfühlt. Eva-Maria schätzt die gute Verkehrsanbindung in Grünau: „Ich bin ganz schnell in der Innenstadt auf dem Wochenmarkt, dort kaufe ich gern ein.“ Sie ist stolz darauf, sich noch komplett selbst zu versorgen und zeigt das Kochbuch mit bayrischen Rezepten von Fernsehkoch Alfons Schuhbeck. Ihre Wohnung ist blitzsauber, auch das bewältigt sie alles selbst. „Und wenn ich mal nicht mehr so kann, dann ist ja die AWO im Haus.“ Denn ein weiterer Vorteil der seniorengerechten Wohnungen ist die Nähe zur Servicestation der Arbeiterwohlfahrt im Erdgeschoss. Je nachdem, wie viel Unterstützung nötig ist, helfen die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AWO. Das reicht von Hilfe im Alltag über Mittagstischangebote bis hin zu Pflegedienstleistungen, wenn es gesundheitlich nicht mehr so gut geht.

Wahlleipzigerin Eva-Maria tut alles dafür, dass sie noch lange fit bleibt und allein zurechtkommt. Sie spielt Klavier, liest viel, puzzelt, strickt. Ab und zu geht sie in die nahegelegene katholische Gemeinde St. Philipp Neri Leipzig-West zum Gottesdienst. Auf ihren Streifzügen durch die nähere Umgebung hat sie die reiche Natur in Grünau entdeckt. Sie zeigt aus dem Fenster: „Schauen Sie, Esskastanien, Schlehdorn-, Holundersträucher und Wildrosen wachsen hier ganz in der Nähe. Gerade habe ich Hagebuttenmarmelade und Schlehengelee eingekocht – köstlich sind die geworden!“

Ihre Koch- und Backkünste schätzen auch ihre Nachbarn. Wenn der Duft von frischem Pflaumenkuchen (Hefeteig, viiieeel Butter, obendrauf nur ein Hauch Zucker-Zimt!) oder Plätzchen aus der kleinen hellen Wohnung im 7. Stock zieht, dann fragt auch schon mal die Nachbarin, ob sie kosten darf. Und dann trägt Eva-Maria ein Stück Kuchen den Gang runter, plaudert ein bisschen und freut sich, wenn es schmeckt. Sie fühlt sich wohl in Leipzig-Grünau.

DAS ANGEBOT DER AWO SERVICESTATION

  • direkter Ansprechpar tner im Haus –
  • für Bewohner und Angehörige
  • Vermitteln von
  • Dienstleistungsangeboten
  • (Sanitätshaus, Fußpflege, Friseur)
  • und Unterstützung im täglichen Leben
  • Mittagstischangebote
  • bei Bedarf Pflegepersonal
  • rund um die Uhr
  • Tages- und Nachtpflege
  • Pflegedienst