Nachhaltigkeit beginnt oft im Kleinen – bei unseren täglichen Entscheidungen. Mit ein paar einfachen Anpassungen im Alltag lässt sich der eigene ökologische Fußabdruck spürbar reduzieren, ohne dass gleich große Veränderungen nötig sind. Die folgenden Tipps sollen Ihnen Anregungen geben, Ihre Routinen bewusst zu hinterfragen und neue, umweltfreundlichere Wege auszuprobieren – ganz praktisch, alltagstauglich und ohne Verzicht auf Lebensqualität.
Den eigenen ökologischen Fußabdruck verstehen
Was bedeutet schon ein Flug, die Erdbeeren aus dem Ausland oder das durchgehend brennende Licht fürs Klima? Die Effekte der selbst verursachten CO2-Belastung sind unsichtbar – genau das macht es so schwierig, den eigenen Handlungsbedarf einzuschätzen. Wie kaum ein anderes Projekt ist der Klimaschutz allerdings vom Verantwortungsbewusstsein und Engagement eines jeden Einzelnen abhängig, denn nur so lässt sich letztlich ein gesamtgesellschaftlicher Wandel zu einem nachhaltigen und bewussten Lebensstil herbeiführen. Der ökologische Fußabdruck ist ein erfolgreiches Konzept, das genau an dieser Unsichtbarkeit ansetzt: Durch Angaben zum täglichen Verhalten wird errechnet, wie viel biologisch produktive Fläche zur Aufrechterhaltung des eigenen Lebensstils nötig wäre. Sie können ihn durch die Beantwortung einiger Fragen beispielsweise auf dieser Website ganz einfach berechnen lassen. Der „Fußabdruck“, den man hinterlässt, übersteigt dabei oftmals die Kapazitäten unseres Planeten. Diese Verdeutlichung hilft nicht nur bei der Einordnung und Einschätzung, sondern zeigt, wo man produktiv ansetzen sollte, um CO2-Belastungen einzusparen – und dafür braucht es gerade nicht die großen Veränderung wie der komplette Verzicht auf das Auto oder Fernreisen.
Nachhaltige Ernährung: Mit kleinen Veränderungen viel bewirken
Circa ein Drittel des individuellen ökologischen Fußabdrucks wird von unserer Ernährung bestimmt. Mit kleinen Anpassungen lässt sich hier bereits viel bewegen:
- Leitungswasser trinken – durch die Trinkwasserverordnung ist unser Leitungswasser bedenkenlos konsumierbar. Statt abgefülltes Wasser zu kaufen, können Sie Leitungswasser auch selbst mit Kohlensäure versetzen.
- Einkäufe planen – nur das in den Wagen legen, was man eingeplant hat. So vermeidet man Lebensmittelverschwendung und entgeht Angebotsfallen.
- Gestalten Sie Ihren Fleischkonsum bewusst – Gesundheitsorganisationen wie die WHO empfehlen maximal 2–3 Portionen pro Woche. Der Fleischsektor stellt aufgrund hohen Land- und Trinkwasserbedarfs eine besondere Belastung für die Umwelt dar.
- Saisonal essen und regional einkaufen – Saisonkalender helfen bei der Orientierung. Jede Woche finden 20 Wochenmärkte in Leipzig statt, auf denen frisches Obst und Gemüse oft unverpackt erhältlich ist.
- Unverpackt einkaufen – drei Unverpackt-Läden im Stadtgebiet setzen sich dafür ein, Verpackungsmüll zu reduzieren. Auch im Supermarkt ist der Griff zum losen Gemüse oft möglich.
- Lebensmittel vor der Mülltonne retten – Initiativen wie „Too good to Go“ oder „Foodsharing“ verkaufen oder verschenken übriggebliebene Lebensmittel.
- Oft selbst kochen – so lässt sich Verpackungsmüll ganz einfach reduzieren. Online finden sich inzwischen zahlreiche Inspirationen für einfache oder komplizierte aber immer leckere Gerichte – von einfach bis anspruchsvoll.
Wochenmärkte Leipzig
Jede Woche finden an 14 verschiedenen Standorten im Stadtgebiet 20 Wochenmärkte statt – beispielsweise:
- Augustusplatz/Marktplatz: Jeden Dienstag und Freitag 9:00 – 17:00 Uhr
- Grünau WK 4 (Stuttgarter Allee/ Alte Salzstraße) Dienstag 9:00-16:00 und Donnerstag 9:00 – 15:00 Uhr
- Gohlis-Park (Landsberger Straße/Max-Liebermann-Straße) Dienstag 09.00 – 16.00 Uhr und Donnerstag 09.00 – 15.00 Uhr
Unverpackt-Läden
Kennen Sie schon diese Läden, die ganz auf unverpackte Lebensmittel setzen?
- „Einfach Unverpackt Leipzig“, Kochstraße 6, 04275 Leipzig
- „Lieber Lose Leipzig“, Zschochersche Str. 33, 04229 Leipzig
- „Locker und Lose – Unverpacktes Leipzig“, Josephinenstraße 12, 04317 Leipzig
Nachhaltig wohnen: Energie sparen und Ressourcen schonen im Haushalt
Auch beim Wohnen lässt sich mit kleinen Handgriffen der ökologische Fußabdruck reduzieren:
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Haushaltsgeräte gebraucht kaufen oder reparieren lassen – um Nutzungszyklen zu verlängern, fördert der Freistaat Sachsen seit dem 10. November 2025 erneut einen Reparaturbonus von 50 % bis 200 Euro. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Stadt Leipzig. Für Kleingeräte eignen sich Reparier-Cafés.
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Richtig Lüften und Heizen – bewusster Energieeinsatz erhält den Wohnkomfort und wirkt sich positiv auf die Nebenkosten aus. Hier können Sie unsere Tipps rund ums Heizen und Lüften nachlesen.
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Clever Kochen – nutzen Sie Synergieeffekte, z. B. mehrere Komponenten eines Gerichts gleichzeitig im Backofen zubereiten. Sparen Sie Energie durch passende Wassermengen im Wasserkocher und Topfdeckel auf dem Herd.
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Umweltverträglich Waschen und Putzen – achten Sie auf Kennzeichnungen wie „Blauer Engel“ oder „EU-Ecolabel“. Allzweckreiniger, Essigreiniger, Spülmittel und Scheuermilch reichen meist aus. Wasch- und Spülmittelblätter helfen, Mikroplastik zu vermeiden.
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Großen Verpackungsmüll statt Müllbeutel nutzen – etwa leere Verpackungen von Toilettenpapier oder Toastbrot, um Plastiksäcke einzusparen.Anschaffungen teilen – nicht jeder Haushalt benötigt jedes Werkzeug. Leihen oder Teilen in der Nachbarschaft spart Ressourcen.
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Gebrauchtes Kaufen – Egal ob bei Möbeln, Küchenzubehör, Kleidung oder Spielsachen, oftmals findet man genau das, was man sucht, auch in Gebrauchtläden oder auf Internetplattformen und kann dabei noch ordentlich sparen.
Nachhaltige Balkonbepflanzung: Gut für Klima, Insekten und Lebensqualität
Besonders in urbanen Gegenden kann Balkonbepflanzung einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität und Kühlung der Stadt leisten. Gleichzeitig zeigen immer neue, kreative Ideen aus dem Urban Gardening, dass es keinen Garten braucht, um selbstangebautes Gemüse genießen zu können:
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Bienenfreundliche Zierpflanzen – Geranien oder Petunien bieten den hilfreichen Insekten leider kaum Nahrung, stattdessen eignen sich an sonnigen Orten Lavendel, Wandelröschen oder Mädchenauge und im Schatten Glockenblumen, Fuchsien oder Kapuzinerkresse.
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Gemüse für Pflanzkästen – Salat, Kirschtomaten, Karotten, Erdbeeren oder Radieschen eignen sich wie viele weitere Gemüsesorten zum Anbau in Pflanzkästen oder Blumentopfen. Hier gilt es auszuprobieren und kreativ zu werden. Inzwischen gibt es sogar einige Urban Gardening Lösungen zum Kartoffelanbau!
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Allerlei Kräuter – das Anpflanzen von Kräutern verbreitet einen wunderbaren Duft auf dem Balkon und bereichert jedes sommerliche Gericht mit einer frischen Note. Besonders unkompliziert ist das Einpflanzen von Kräutern aus dem Supermarkt – dabei sollten die Pflanzen allerdings geteilt werden, damit sie genug Platz zum Wachsen haben.
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