Rauchwarnmelder können im Ernstfall Leben retten. Doch was bedeuten die verschiedenen Signale, wie funktionieren die Geräte und was ist bei einem Brand zu tun? Wir haben die wichtigsten Informationen rund um Rauchwarnmelder in den WOGETRA-Wohnungen für Sie zusammengestellt.

 

Warum Rauchwarnmelder so wichtig sind

Inzwischen fester Bestandteil einer jeden Wohnungsausstattung ist der Rauchwarnmelder ein echter Lebensretter. Seit der schrittweisen Einführung der gesetzlichen Pflicht ab 2003 hat das kleine, unscheinbare Gerät sich bewiesen: Statistisch starben im Mittel 380 Personen im Jahr aufgrund eines Brands in der Häuslichkeit – nach Verbreitung der Rauchwarnmelder sank diese Zahl um rund 20 Prozent, was jährlich etwa 68 Todesopfer weniger bedeutet.

Diese Zahlen lassen sich so konkret erfassen, da die Pflicht in den einzelnen Bundesländern zu unterschiedlichen Zeiten eingeführt wurde, wodurch unmittelbare Vergleichsfenster entstanden. Was sich hingegen nicht erfassen lässt, sind Zahlen zu verhinderten Verletzungen, Rauchgasvergiftungen und rechtzeitig gelöschten Entstehungsbränden. Die Wirkung der Rauchwarnmelder kann also beachtlich höher sein, versteht man die Sterbestatistik als Untergrenze des Effekts.

 

So funktioniert der Rauchwarnmelder

Damit Sie die Signale des Rauchwarnmelders richtig deuten und wissen, worauf es für verlässliche Funktionsfähigkeit ankommt, haben wir Ihnen hier alles Wissenswerte zum Rauchwarnmelder zusammengetragen – bitte beachten Sie, dass die Demontage der Geräte untersagt ist und entsprechende Kosten zur Neumontage selbst getragen werden müssen:

 

Gerätetyp

Die Rauchwarnmelder in den WOGETRA-Wohnungen, abgesehen von denen in der Offenburger Str. 9-15 und dem NordQuartier, sind Geräte des Typs Ei6500-OMS. Bei diesem Gerät können alle funktionsrelevanten Melderinformationen aus der Ferne ausgelesen werden, wodurch die Wohnung zu Inspektionszwecken nicht betreten werden muss.

Aufbau

Mittig befindet sich der große Test- und Stummknopf, der vom Boden aus gut mit einem Besenstiel oder Regenschirm betätigt werden kann. So lässt sich ein Falschalarm, beispielsweise durch Kochdämpfe, schnell abschalten.

Auf dieser Seite des Geräts ist außerdem eine kleine LED sichtbar, die allerdings nur bei Defekten und einer Behinderung von Raucheintritt Blinksignale gibt. Um den Raucheintritt am Rand des Rauchwarnmelders zu gewährleisten, achten Sie darauf, im Umkreis von 50 cm keine Gegenstände, wie zum Beispiel deckenhohe Schränke, zu platzieren.

Was tun bei einer Störung?

Melden Sie sich bei Störungen möglichst umgehend bei der Rauchwarnmelder-Hotline 069 50953330 (zum Ortstarif aus dem dt. Festnetz) und nennen Sie dort folgende Angaben:

Ihren Namen und Anschrift

Messdienst: EXTERN Messdienst GmbH

Rauchwarnmelder: Typ R (Ei Electronics Ei6500-OMS)

 

Mieter aus unseren Wohnungen in der Offenburger Str. 9-15 und des NordQuartiers wenden sich bitte an die Hotline der Firma techem: 0 8002/00 12 64

Signale

Ein lauter Warnton soll Sie vor Rauchentwicklung warnen – das kann auf einen Brand mit offenen Flammen, einen Schwelbrand oder einen Falschalarm hinweisen. Prüfen Sie nach Stummschaltung des Rauchwarnmelders in jedem Fall die Ursache. Kurze, leise Signaltöne und blinkende LED signalisieren hingegen eine Störung.

 

Verhalten im Brandfall

Sollte wirklich ein Brand vorliegen, versuchen Sie Ruhe zu bewahren – nur besonnene Handlungen helfen in dieser Situation weiter. Sollte der Brand in Ihrer Wohnung ausgebrochen sein, verlassen Sie das Haus sofort durch das Treppenhaus und warnen dabei die anderen Mieter. Draußen angekommen, wählen Sie den Notruf 112, um die Feuerwehr zu alarmieren. Hören Sie den Feueralarm aus dem Treppenhaus, prüfen Sie kurz, ob dort ein Brand ausgebrochen ist. Kehren Sie danach in Ihre Wohnung zurück und schließen sie Ihre Wohnungstür. Wählen Sie den Notruf, dichten Sie dann den Luftschlitz unter der Tür ab und warten Sie am Fenster auf die Rettung der Feuerwehr.

Viele Menschen unterschätzen das Brandrisiko und vernachlässigen deshalb die Vorbereitung auf den Ernstfall. Testen Sie Ihren Rauchwarnmelder regelmäßig, mindestens einmal im Jahr. So können Sie sicherstellen, dass er funktioniert, und sich gleichzeitig mit dem Alarmton vertraut machen. Halten Sie dazu den großen Test- und Stummknopf gedrückt.

 

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