Eine Gemeinschaft lebt vom Engagement ihrer Mitglieder – ein perfektes Beispiel dafür ist Ralf Ulrich: mit seinen 68 Jahren leitet er den Sportraum in der Wohnanlage am Johannisplatz und ist gleichzeitig als Mietervertreter und Organisator von Hausfesten aktiv. In diesem Artikel erfahren Sie was ihn dazu bewegt sich in diesem Umfang für die Hausgemeinschaft einzusetzen und wie sich sein Aktionismus auf das Leben im Wohnhaus ausgewirkt hat!

Über Ralf Ulrich

Ulrich ist seit 23 Jahren Mitglied bei der WOGETRA und seit 2021 auch Mietervertreter. Vor vier Jahren zog er mit seiner Frau aus seiner Heimat Grünau in eine 2-Zimmer-Wohnung am Johannisplatz: „Als alle Kinder ausgezogen waren haben wir uns entschieden, uns zu verkleinern und weil wir beide Stadtkinder sind und gern in die Innenstadt wollten haben wir uns für die Wohnung in diesem wunderschönen Block registrieren lassen.“, erzählte Ulrich im Interview mit uns. Die Motivation und der Tatendrang haben die beiden noch nicht verlassen und schon beim Einzug war ihnen klar, dass Sie ihre Zeit im Block aktiv nutzen möchten. Durch diese Eigeninitiative kam Ulrich schließlich neben seinem Ehrenamt als Mietervertreter auch zu der leitenden und organisierenden Rolle im Sportraum der Wohnanlage. Inzwischen leitet er an drei Wochentagen verschiedenste Trainings für alle Bewohner des Hauses, denen er in verschiedenen Altersklassen geordnet unentgeltlich sportlichen Ausgleich ermöglicht.

 

Sein Engagement: der Sportraum

„Als wir hier eingezogen sind haben wir überall Schilder gesehen: ‚Zum Sportraum‘. Den haben wir uns dann mal zeigen lassen aber die Ausstattung war traurig, es gab nur eine Sprossenwand und ein paar Bälle.“ In diesem enttäuschenden Bild begann seine Motivation für das Projekt Sportraum – wenn schon ein Raum zur Verfügung stehe, müsse man das Sport machen doch attraktiver gestalten können! In Zusammenarbeit mit dem Vorstand konnte durch Ulrichs Initiative ein Konzept erarbeitet werden und kurz darauf wurde die erste Maschine angeschafft. „Alle halbe Jahre konnten wir dann etwas neues anschaffen: die Ruderbank, die Klimmzugstange, die Rüttelplatte, die Hantelbank.“ Inzwischen ist ein kleines Fitnessstudio in dem einst so tristen Sportraum entstanden.

Ein einfacher Aushang im Haus reichte schon, um reichlich motivierte Bewohner anzulocken. Das Publikum könnte dabei gemischter nicht sein, von jungen Studierenden bis hin zu Senioren sind alle interessiert an diesem tollen Angebot, sodass Ulrich nun auch auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnittene Trainingseinheiten leitet. Montags trainiert er beispielweise zunächst junge, fitte Personen, die vom Sport herausgefordert sein wollen und danach eine Gruppe mit älteren Personen, wobei es mehr um die Erhaltung der Beweglichkeit ginge: „Wir achten darauf, dass niemand überfordert ist. Wir wollen nicht Arnold Schwarzenegger werden, wir wollen einfach nur das im Alter die Gelenke, die Hüfte und die Beine beweglich bleiben und man einfach mehr Freude am täglichen Leben hat – und das schätzen auch Viele.“ Tatsächlich bringe das gemeinsame Sport Treiben die Hausbewohner auch näher zusammen und biete einen Ort für soziales Miteinander: „Alle sind glücklich, dass wir von der WOGETRA diesen Raum zur Verfügung gestellt bekommen!“

Die motivierende Gemeinschaft unserer Genossenschaft

Ulrichs motivierte und aktive Denkweise ist auch bei den Bewohnern der Wohnanlage gut angekommen. 2021 kam eine Anfrage, ob er das Ehrenamt des Mietervertreters ausüben würde und auch diese Tätigkeit nahm er voller Vergnügen auf: „Wir lieben unser Zuhause und wir lieben unseren Block am Johannisplatz.“ Das Amt sei eine sehr lohnenswerte Tätigkeit, denn durch den guten Kontakt zur Leitung der WOGETRA können Probleme aus der Mieterschaft unmittelbar angesprochen werden, sodass sie Gehör finden und über Lösungen beraten werden kann. Auch das Vorbringen von Ideen oder Lösungsvorschlägen aus der Mieterschaft funktioniert problemlos und so ermögliche diese direkte Verbindung, dass alle Mieter glücklich in ihrem Wohnumfeld sein können.

Die Motivation für dieses Engagement findet Ulrich immer wieder neu in der herzlichen Gemeinschaft unserer Genossenschaft: „Es ist beeindruckend, wie eng hier alle zusammenarbeiten und zusammenhalten.“ Die halbjährig stattfindenden Hausfeste laden zu Geselligkeit und Austausch ein, was stets gut angenommen wird, und auch das Engagement der Ehrenamtlichen in der Begegnungsstätte und die Arbeit des Vereins „Gemeinsam statt einsam“ inspirieren den 68-Jährigen zum Weitermachen – wir bedanken uns vielmals bei allen, die mit Leidenschaft und Motivation unsere Gemeinschaft leben und voranbringen!

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