Seit Juli beherbergt unsere Wohnanlage am Johannisplatz nun schon eine Beratungsstelle des Deutschen Roten Kreuzes. Im Gespräch mit Hannah Cremer, der Leiterin des Bereichs der Sozialen Dienste beim DRK Kreisverband Leipzig-Stadt e.V., und dem Vorstand des DRK KV Leipzig-Stadt e.V. Olaf Hagenauer erfahren wir, welche Dienste Bürger hier tagtäglich in Anspruch nehmen können.
Die richtige Hilfe finden – das vielfältige Beratungsangebot
Wie der Name schon sagt, können sich in der Beratungsstelle alle möglichen Personen zu allen möglichen Themen beraten lassen. Das Angebot ist sehr breit und reicht beispielsweise von dem Themenkomplex der Schwangerenberatung, zu welchem auch die Familien-, Paar- und Schwangerschaftskonfliktberatung zählen, bis zur Migrationsberatung. Mit dem zweitgrößten Team in Leipzig werden hier Migrant*innen mit Aufenthaltstitel dabei unterstützt, in Deutschland anzukommen. Neben Geflüchteten ist die Beratungsstelle damit eine ebenso wichtige Anlaufstelle für EU-Bürger, die aus Gründen der Arbeitsmigration zuwandern. In der Rückkehrberatung können diejenigen Unterstützung finden, die aus familiären oder wirtschaftlichen Gründen wieder zurück in ihr Heimatland wollen. Allen, die wichtige Bezugspersonen aus den Augen verloren haben, hilft der Suchdienst, bei der das gesamte Netzwerk des DRK mobilisiert wird.
Frau Cremer bringt es auf den Punkt: „Wir sind irgendwie für alle da“. Und selbst, wenn sie nicht die richtigen sind, wissen die Berater, wo Rat zu finden ist: „Wir sind gut vernetzt im Stadtgebiet, was andere Beratungsstellen angeht, und verweisen nach bestem Wissen und Gewissen weiter.“
Unterstützung für alle
Die Angebote der Beratungsstelle können besonders niederschwellig in Anspruch genommen werden, damit die Hilfestellung auch für alle zugänglich ist. Man braucht weder Krankenversicherung noch festen Wohnsitz, um eine Beratung in Anspruch zu nehmen und bei Bedarf könnten diese auch anonym erfolgen. Selbst bei der Kontaktaufnahme ist die Beratungsstelle flexibel, Termine können telefonisch, per E-Mail oder persönlich vereinbart werden. Da die Beratungen unentgeltlich sind, hat die Beratungsstelle keine Einnahmen und finanziert sich vollständig aus verschiedenen Fördergeldern und Spenden. Auch deswegen genießt Gemeinschaftssinn und ehrenamtliche Beteiligung einen hohen Stellenwert in der Beratungsstelle.
Mit Engagement gegenseitig helfen
Ein großes Projekt der Beratungsstelle, in dem Interessierte jederzeit herzlich willkommen sind, sind die Kultursensiblen Gesundheitslosten – kurz: KuGeL. Hier werden grundlegende Informationen zum deutschen Gesundheitssystem vermittelt: Welche Leistungen können für die seelische Gesundheit, bei Schwangerschaft oder Abhängigkeit in Anspruch genommen werden? Welche Wege gibt es im Pflegesystem und welche Hilfen für Menschen mit Behinderung? Multilingual steht in diesem Projekt die Peer-to-Peer Unterstützung im Vordergrund. Besonders auch Personen mit Lebenserfahrung oder medizinischem Hintergrund können demnach eine große Bereicherung für das Projekt sein.
Aber auch abseits davon ist Engagement immer willkommen. Herr Hagenauer betont: „Wenn jemand bei uns im Deutschen Roten Kreuz ehrenamtlich mitarbeiten möchte, kann er sich jederzeit bei uns melden.“
Weitere Infos finden Sie auf der Website der Beratungsstelle: www.drk-leipzig.de/beratungszentrum.
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